Eine gute Nachricht

Pfarrerin Jana Menke und Pfarrer Bastian Müller mit einer guten Nachricht für uns.

Eine gute Nachricht – Nr. 20: Lebendig und kräftig und schärfer

Eine gute Nachricht – Nr. 20: Lebendig und kräftig und schärfer

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Gucken Sie sich mal um und achten dabei auf all das, was in Ihrem Umfeld rot ist. Oft nimmt man es gar nicht so wahr, weil es so selbstverständlich dazugehört, aber wenn man einmal darauf achtet, dann fällt einem doch so einiges auf:

Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, Tomaten und Paprika. Viel Obst und Gemüse ist erst dann richtig reif, genießbar und lecker, wenn es seine Farbe von grün zu rot gewechselt hat. Frisch und lecker strahlt es uns an – und schmeckt nach mehr.

Rot kann aber auch eine Warnung sein: Achtung, scharf – sagt die rote Chillischote. Achtung, giftig – sagt der rote Fliegenpilz. Achtung, stopp – sagt die rote Ampel. Wenn uns etwas Rotes begegnet, dann fordert das unsere Aufmerksamkeit, wir können nicht einfach so daran vorbeisehen. Wir können nicht einfach weitermachen, ohne nachzudenken, was wir gerade tun oder vorhaben.

Die Farbe Rot begegnen uns überall: im Regenbogen, im Sonnenuntergang, im Feuer. Wenn ich für jemanden ein rotes Tuch bin, dann ist er nicht besonders gut auf mich zu sprechen. Ich verursache starke und negative Emotionen bei ihm. Ein roter Faden schlängelt sich durch mein Leben. Er zeigt mir immer wieder: alles folgt einem bestimmten Plan und hängt zusammen.

Am Wochenende feiern wir Pfingsten – einer der ganz wenigen Tage im Kirchenjahr, der die Farbe Rot trägt. Gottes Geist – rot. Er ist Lebensgrundlage, wie zum Beispiel Erdbeeren, Kirschen und Tomaten. Er stoppt uns hin und wieder in dem was wir tun, so wie das Stoppschild an der viel befahrenen Kreuzung. Er rüttelt uns auf und knistert voll Energie, wie das Lagerfeuer in der Nacht. Gottes Geist ist lebendig und kräftig und schärfer.

Gottes Geist ist lebendig und kräftig und schärfer.


Hebräer 4,12a (eigene Übersetzung)

Pfarrerin Jana Menke

Eine gute Nachricht – Nr. 19: In den Himmel

Eine gute Nachricht – Nr. 19: In den Himmel

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Da stehen sie nun und starren in den Himmel. Doch so sehr sie sich auch anstrengen: dort ist nichts mehr zu erkennen. Nun hat Jesus sie, die Jünger, endgültig verlassen und ist vor ihren Augen in den Himmel entschwunden, weit, weit weg.

Und während sie so dastehen und in den Himmel starren, werden sie von zwei Engeln auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: „Was steht ihr da und seht zum Himmel?“, werden die Jünger von diesen gefragt. Es ist keine echte Frage. Vielmehr eine Botschaft: „Guckt nicht nach oben, sondern guckt in die Welt: Nicht da, wo der Himmel ist, ist Gott – sondern da, wo Gott ist, ist der Himmel.“

Guckt nicht nach oben, sondern guckt in die Welt: Nicht da, wo der Himmel ist, ist Gott – sondern da, wo Gott ist, ist der Himmel.

Verdattert kehren die Jünger nach Jerusalem zurück. Sie fragen sich: „Was sollen diese Worte bedeuten? »Da, wo Gott ist, ist der Himmel?« – Ja aber: Wo ist Gott denn nun?“ Sie brauchen Zeit, um zu verstehen und ziehen sich ins Obergemach zurück. Und sie nutzen die Zeit, um sich zu erinnern: An diese himmlische Zeit, die sie mit Jesus hatten. An die Liebe, die in Jesu Gegenwart förmlich zum Greifen nahe war.

„Weißt du’s noch?“, hört man sie erzählen. „Weißt du’s noch, wie Jesus damals den Zachäus mit warmen Worten vom Baum heruntergeholt hat, – herunter in ein neues Leben? Weißt du’s noch, wie Jesus damals die Kinder auf den Arm nahm und in sein Herz hinein? Weißt du’s noch, wie Jesus dich aus deinem alten Leben herausgeholt, – wie er auch aus dir einen echten Menschenfischer machte?“

Da, wo Jesus war, da war immer auch die Liebe. Und die Jünger beginnen zu verstehen: „Da, wo die Liebe ist, da ist auch Gott. Und da, wo Gott ist, da ist der Himmel. Der Himmel auf Erden.“ Und die Jünger stiegen herab aus dem Obergemach hinein in den Himmel, den Jesus ihnen gezeigt hatte.

Pfarrer Bastian Müller

Eine gute Nachricht – Nr. 18: Manchmal wird es ein Gebet

Eine gute Nachricht – Nr. 18: Manchmal wird es ein Gebet

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Manchmal – da sprudelt mein Kopf über. All der Eindruck braucht Ausdruck, Freude und Begeisterung genauso wie Ärger und Frust und Unverständnis. Gedanken, die hin und her sausen, Möglichkeiten, die bedacht und sortiert werden wollen, Fragen, die nach Antworten verlangen. So viel – und manchmal muss es raus, muss in klare Worte gefasst werden, braucht ein Gegenüber. Manchmal wird es ein Gebet.

Manchmal – da fühlt sich mein Kopf ganz leer an. Nicht, dass es an Eindruck fehlen würde, aber für Ausdruck … da fehlen die Worte. Zu erschreckend, zu großartig, zu überraschend, was mir begegnet, was ich sehe, höre und fühle. Es müsste raus, bräuchte ein Gegenüber, aber ich habe keine Begriffe, die auch nur annähernd fassen, was ich zu sagen versuche. Stille und Schweigen manchmal als einzige Ausdrucksmöglichkeit. Manchmal wird es ein Gebet.

Manchmal – da muss ich mit jemandem reden. Muss mein Glück oder meinen Schmerz teilen, will, dass jemand anderes zuhört und meine Sicht der Dinge versteht und kommentiert. Mir beim Weiterdenken hilft, einen Lösungsweg entwickelt, sich mit mir freut. Denn manchmal werden die Dinge erst im Gespräch wirklich wahr und greifbar. Manchmal wird es ein Gebet.

Manchmal – da bin ich froh, dass niemand mich hört. Manches bleibt besser ungesagt, ist mir zu unangenehm oder scheint noch zu unausgegoren. Was würden die Leute wohl voneinander denken, wenn sie alles voneinander wüssten? Manche Gedanken ziehen ihre Kreise lieber nur in meinem Kopf – Manchmal scheint es besser, zu schweigen, auch wenn es laut ist im Kopf. Manchmal wird es ein Gebet.

All meine Worte und all mein Schweigen, das, was ich anderen sage und das, was ich lieber für mich behalte. Das, was klar formuliert ist und das wofür es keine Worte gibt. Manchmal wird es ein Gebet – immer findet es Gehört bei Gott.

Pfarrerin Jana Menke

Eine gute Nachricht – Nr. 17: Weil beten doch hilft

Eine gute Nachricht – Nr. 17: Weil beten doch hilft

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Vor Jahren habe ich ein Plakat gesehen, dass mir nicht mehr aus dem Sinn geht. Auf dem Plakat ist das Foto eines kleinen Mädchens zu sehen. Es sitzt zu Tisch. Vor ihm ein Teller mit einer prächtigen Wurst. Das Kind hat die Augen fest geschlossen und die Hände zum Gebet gefaltet. Es schickt seinen Dank für das köstliche Essen an Gott. Und, während das Kind mit geschlossenen Augen andächtig sein Tischgebet spricht, schnappt der Familienhund die Wurst vom Teller weg. – „Weil beten nicht hilft“ steht daneben in weißen Lettern auf rotem Grund und darunter die Werbung für eine Arbeiterbewegung.

Ich muss gestehen: Die Pointe amüsiert mich. Aber das Plakat macht mich auch nachdenklich: Hilft beten wirklich nicht? Ist beten am Ende nur ein psychologischer Trick, ein Selbstbetrug, um besser mit den Problemen des Lebens klar zu kommen?

Wer betet, hat diese Erfahrung gemacht: Oft erfüllt sich nicht, worum ich Gott bitte. Manchmal kommt es sogar noch schlimmer. Wer glaubt, Gebet ist eine Wunscherfüllungsmaschiene, der wird enttäuscht. Hier hat das Plakat mit seiner Botschaft also Recht.

Wer betet, der weiß aber auch: Gebet ist viel mehr als ein Wunschzettel an Gott. Klar, die Sorgen, die lösen sich nicht einfach in Luft auf, wenn ich sie Gott im Gebet anvertraue. Und trotzdem: Die Not lässt sich leichter tragen, wenn ich sie mit Gott teile.

Wer betet, der weiß auch: Ich bin nicht allein! Ich bin Teil einer großen Gemeinschaft. Auch dann, wenn ich daheim still in meinem Kämmerlein bete. Das gibt Kraft – gerade jetzt!

Beten hilft auch, weil es so einfach ist. Es braucht nicht viele Worte, keinen besonderen Ort und keine besondere Zeit. Oft tut es schon ein einfaches Vaterunser.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Pfarrer Bastian Müller

Eine gute Nachricht – Nr. 16: Stimm mit ein

Eine gute Nachricht – Nr. 16: Stimm mit ein

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Wovon unser Herz voll ist, davon quillt unser Mund über. Und gar nicht mal so selten in Form eines Liedes. Wir singen hinaus, was uns bewegt. Mit lauter klarer Stimme oder leise vor sich hin brummelnd. Ganz unbewusst und nebenbei oder mit voller Konzentration ohne sich ablenken zu lassen. Vielstimmig in der großen Gruppe oder alleine unter der Dusche.

Musik ist aus unserem Leben gar nicht wegzudenken. Wie oft schaffen wir durch sie unseren Gefühlen Raum: Freude und Trauer, Verzweiflung und Zuversicht, Glück und Schmerz. Wie oft geben uns Lieder Worte für das, was uns anders unsagbar wäre.

Das Singen und die Musik lässt uns in eine große Gemeinschaft eintreten. Eine Gemeinschaft, die Zeit und Raum und auch die Regeln des social Distancing übersteigt. Denn überall und immer haben Menschen gesungen und singen Menschen. Verschaffen sich und ihrer Situation, ja ihrem Leben Gehör. Und gar nicht mal so selten singen sie Gott ihr Lied. Dabei schwingt so viel mit, vom je eigenen Leben: Rhythmus und Schwung, Tonart und Takt, Höhen und Tiefen.

Gottes Gegenwart lässt Menschen singen. Weil sie erfahren haben, dass Gott der Hüter des Lebens ist. Dass sie in seiner Nähe heil werden konnten und können. Dass er ihnen immer wieder Zeichen der Hoffnung schenkt, egal, wie steinig der Weg gerade auch ist.

Wir dürfen einstimmen in diesen vielstimmigen, Zeit und Raum umgreifenden Chor. Mit all unserer Hoffnung und unserem Glauben, mit unserem Zweifel und unserer Hoffnungslosigkeit, mit all dem, wovon unser Herz voll ist und unser Mund überquillt. Gott hört zu!

Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.


Psalm 98,1

Pfarrerin Jana Menke

Eine gute Nachricht – Nr. 15: Du meine Seele singe

Eine gute Nachricht – Nr. 15: Du meine Seele singe

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön. Musik bewegt uns: der strahlende Klang der Orgel, der Gutelaunesong aus dem Radio, das Mut machende Pfeifen im Dunkeln, oder eben das Wochenlied von Paul Gerhard als Choral in der Kirche.

Musik bewegt uns und am allerschönsten ist das Musizieren in der Gemeinschaft: Und wie wir an diesem Sonntag musiziert hätten! An Kantate, dem Sonntag der Kirchenmusik, hätten wir den einhundertsten Geburtstag unserer Kantorei gefeiert: mit Orgel, Posaunen und natürlich Chorgesang.

Das Jubiläum holen wir nach. Im Moment ist es noch nicht die Zeit für befreiendes Miteinandersingen, wie sehr ich mir das auch wünschen würde: gemeinsam alles hinaussingen, was uns gerade bedrückt. Und so greife ich in der Zwischenzeit zu Gitarre und Liederbuch. Oder ich lasse mich tragen von den Abendgesängen von Fenstern und Balkonen.

Musik ist mein ganz persönlicher Seelentröster: Sie macht mich glücklich und auch dankbar. Ohne Musik würde ich es ganz sicher nicht durch die aktuelle Krise schaffen.

Und mit jedem Tag verstehe ich mehr, warum die Älteren unter uns Paul Gerhardts Lieder wie einen Goldschatz hüten: Paul Gerhardt ist ein Meister darin mit fröhlichen Melodien und hoffnungsvollen Texten das Vertrauen herbeizusingen, auch wenn die Welt scheinbar am Abgrund steht.

Und so stimme ich ein:

Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön / dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. / Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, so lang ich leben werd.

Du meine Seele, singe, Strophe 1

Pfarrer Bastian Müller

Eine gute Nachricht – Nr. 14: Neues entsteht

Eine gute Nachricht – Nr. 14: Neues entsteht

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Jubilate! Jubelt – „das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17b) So klingt es uns an diesem Sonntag fröhlich entgegen. Und normalerweise können wir problemlos in diesen Jubel einstimmen: kurz nach Ostern, Anfang Mai, „geh aus mein Herz und suche Freud“ auf den Lippen, der Blick in die wieder neu belebte, blühende Natur gerichtet. Neues ist! Halleluja!

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5,17

Dieses Jahr sieht das ganz anders aus: kurz nach Ostern, Anfang Mai. Eigentlich hätten wir an diesem Wochenende Konfirmation gefeiert. Seit fast einem Jahr steht dieser Termin in den Kalendern, seit langem wird daraufhin geplant: mit wem wollen wir feiern, wo wollen wir essen, was wollen wir schenken?

All diese Überlegungen sind in diesem Jahr hinfällig. Wann und wie wir konfirmieren … es steht in den Sternen, wie so vieles andere gerade auch. So vieles, das „schon immer so war“, auf das wir uns lange gefreut haben, das wir eingeplant hatten, in unseren Jahresplan … verschoben oder ganz abgesagt. Und wir merken: so gut finden wir das gar nicht, das Altes vergeht, denn wir haben es lieb gewonnen, es ist uns ans Herz gewachsen, es gibt uns Sicherheit. Und das wollen wir nicht aufgeben – eigentlich nie – gerade jetzt nicht, wo alles unsicher und chaotisch ist. Altes vergeht. Einfach, weil es unter den aktuellen, neuen Bedingungen nicht mehr „einfach so weitergehen kann, wie es bisher immer war“. Und das ist traurig und schmerzlich.

Neues entsteht. Unaufhaltsam, überall dort, wo Altes vergeht und Räume hinterlässt, die jetzt neu gefüllt werden müssen, ja dürfen. An so vielen Stellen müssen längst vergessen geglaubte Fragen neu beantwortet werden: Was trägt mich wirklich? Was brauche ich, um mich gehalten zu wissen? Was kann ich selber anbieten, um Gemeinschaft sichtbar und spürbar zu machen? Und für all das gibt es noch keine Regeln und noch keine Grenzen … noch kein … „aber das haben wir doch noch nie so gemacht!“ Statt dessen gibt es in diesem chaotischen und völlig verrücktem Jahr 2020 ganz viel „Hey! Das haben wir noch nie so gemacht! Lass uns das mal ausprobieren!“

Altes vergeht … Neues entsteht … und wir sind ein Teil davon, ganz egal, ob wir 14 Jahre alt und fast konfirmiert oder 80 und schon immer Kerngemeindeglied sind. Egal, ob wir schon immer gerne mit vorne dabei waren und unsere Ideen in den Raum geworfen haben, oder ob wir uns eigentlich lieber im Hintergrund gehalten haben. Neues entsteht! Jubilate! Jubelt!

Pfarrerin Jana Menke

Eine gute Nachricht – Nr. 13: Der grüne Zipfelfalter

Eine gute Nachricht – Nr. 13: Der grüne Zipfelfalter

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Der grüne Zipfelfalter, auch Callophrys rubi genannt, ist der Schmetterling des Jahres 2020. Und – er ist eine wundervolle Schöpfung. Obwohl er quietschgrüne Flügel hat, gehört er zur Familie der Bläulinge. Im Frühjahr und Sommer schwebt er durch unsere lichten Wälder und ist herrlich anzusehen. Von Sonnenstrahlen erfasst, ist er im Flug durch seine Farbe gut zu erkennen. Doch ruht der grüne Zipfelfalter aus, ist er zwischen Pflanzen und Blättern perfekt getarnt und von einem Blatt kaum zu unterscheiden.

Obwohl dieser Schmetterling weit verbreitet ist, geht sein Bestand immer weiter zurück. Sein Lebensraum ist vom Menschen bedroht. Und so ist diese Schöpfung wundervoll und zerbrechlich zugleich.

Die Natur bricht sich gerade mit unglaublicher Wucht Bahn und vertreibt die letzten kahlen Stellen des Winters. Es summt und brummt, blüht und grünt, flattert und schwebt. Und wir Menschen genießen die Wonnen des Frühlings, vermutlich viel mehr, als in den vergangenen Jahren.

Wir suchen Zuflucht in der Natur. Und wir verstehen im Moment vielleicht besonders gut, was es bedeutet, bedrohte Schöpfung zu sein: wundervoll und zerbrechlich zugleich.

Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

Mose 1,31

Hoffentlich erinnern wir uns, dann, wenn die Krise einst vorbei ist: Wie wundervoll und doch zerbrechlich Gottes Schöpfung ist: der gründe Zipfelfalter, der Mensch und noch so manches Wunder.

Pfarrer Bastian Müller

Eine gute Nachricht – Nr. 12: Spiegel zur Hand?

Eine gute Nachricht – Nr. 12: Spiegel zur Hand?

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Was sehen Sie, wenn Sie in den Spiegel gucken?! Gehören Sie zu denen, denen sofort all das auffällt, was sie nicht besonders an sich leiden können? Zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, die vielen grauen Haare, oder beginnende Geheimratsecken, tiefe Sorgenfalten, Augenringe, …

Viele von uns gucken sich ja selber nicht so gerne so genau an. Aber tun Sie es doch jetzt trotzdem mal. Was sehen Sie, wenn Sie in den Spiegel gucken? Die Lachfalten, das Glitzern in den Augen, die frechen Sommersprossen, die perfekt sitzende Brille, die genau richtige Haarfarbe …

Sehen Sie?! Gar nicht so übel, oder?! Schauen Sie ihn sich ruhig noch ein bisschen an, diesen Menschen. Mit all dem, was ihn besonders macht, mit den Narben und Kratzern, den grauen Haaren und den Sorgenfalten, mit dem ansteckenden Lachen, dem Glitzern in den Augen und der Nase mitten im Gesicht.

So wunderbar ist er gemacht, dieser Mensch, den Sie da sehen. Von Gott gebildet im Mutterleib, von Gottes Augen gesehen, noch bevor er überhaupt einen seiner Tage gelebt hat. Gott ist für diesen Menschen selber Mensch geworden, hat am Ende sogar den Tod besiegt. Durchs ganze Leben begleitet Gott diesen Menschen, wie ein guter Hirte, über saftige Auen genauso wie durch dunkle Täler.

Sehen Sie?! Ich glaube, dieser Mensch lächelt gerade!

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln!






Psalm 23,1

Pfarrerin Jana Menke

Eine gute Nachricht – Nr. 11: Mindesthaltbarkeitsdatum

Eine gute Nachricht – Nr. 11: Mindesthaltbarkeitsdatum

kurze Andachten zum Lesen und Hören

Hören

Lesen

Das Bundesministerium für innere Sicherheit empfiehlt: Im Falle einer Katastrophe kann es sein, dass Lebensmittel schwerer zu bekommen sind. Sorgen Sie daher für einen ausreichenden Vorrat an haltbaren Lebensmitteln:

Brot – Mindesthaltbarkeitsdatum eine Woche, Frischmilch – 7 bis 10 Tage, Eier – drei Wochen, meist noch länger, daran riechen hilft; Käse – drei Wochen, Mehl – ein bis zwei Jahre bei trockener Lagerung, Marmelade – zwei bis drei Jahre, sauer eingemachtes Gemüse – 5-10 Jahre, für Tapfere auch noch darüber hinaus; Hülsenfrüchte wie Linsen – bei richtiger Lagerung bis zu 30 Jahre.

Ein langes Mindesthaltbarkeitsdatum kann im Moment eine beruhigende Wirkung auf uns haben.

Was sich im Moment nicht so lange hält: Prognosen, wie unser Leben in den nächsten Tagen und Wochen aussehen wird. Positive Entwicklung der Fallzahlen: kann nächste Woche schon wieder anders aussehen. Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen im Mai: noch mit Vorsicht zu genießen. Eine Urlaubsreise im August: vielleicht, vielleicht auch nicht. Für solche Vorhersagen gibt es im Moment kein Mindesthaltbarkeitsdatum.

Gut, dass es auch Dinge gibt ohne Mindesthaltbarkeitsdatum: Das geheime Familienrezept meiner Oma – fast 100 Jahre. Der Mond ist aufgegangen – 241 Jahre. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ (Psalm 23,1) Über 2500 Jahre und immer noch frisch wie am ersten Tag.

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Psalm 23,1

Pfarrer Bastian Müller

Corona-Pandemie

Bis auf weiteres (Stand: März 2020) finden keine öffentlichen Veranstaltungen, Versammlungen und Gottesdienste statt. Das gleiche gilt für Gruppen und Kreise.